„Strukturelle Veränderungen von der Basis vorangetrieben”

Die indigene Aktivistin und Journalistin Dora Muñoz über die anhaltende Gewalt im Cauca

Dora Muñoz . Foto: Lateinamerika Nachrichten

Während die kolumbianische Regierung im Rahmen des Programms zum „Totalen Frieden“ Verhandlungen mit illegalen bewaffneten Gruppen führt, hält die Gewalt durch Paramilitärs, Armee und Guerrillas landesweit an. Das Jahr 2023 im Departamento Cauca endete mit der Ermordung von fünf Angehörigen des Resguardos Canoas kurz vor Weihnachten. Insgesamt zählte die Nichtregierungsorganisation Indepaz damit im Jahr 2023 landesweit 94 Massaker. Am 1. Januar 2024 wurde im Cauca ein demobilisierter FARC-Kämpfer und Unterzeichner des Friedensvertrags von 2016 ermordet. Mit der Entführung eines Staatsbeamten im Chocó und einem Anschlag auf einen Bürgermeister in Nariño setzt sich die Sicherheitskrise im neuen Jahr fort. Auch Dora Muñoz´ Mann wurde vor zwei Jahren ermordet. Sie berichtet vom Kampf gegen Straflosigkeit und über das Verhältnis der indigenen Bewegung zur Regierung.

Interview: Fabian Grieger / Februar 2024

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Nach Eskalation der Gewalt in Kolumbien: Indigene organisieren Gegenwehr

CRIC-Pressekonferenz am 22. Dezember 2023. Foto: Colombiainforma

Popayán. Im kolumbianischen Departamento Cauca sind zwischen dem 16. und 23. Dezember 17 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen indigene und bäuerliche Anführer. Soziale Organisationen haben angesichts dessen eigene Maßnahmen der Gegenwehr angekündigt. Gegenüber der nationalen Regierung brachten sie ihre Besorgnis zum Ausdruck und forderten sie auf, ihre Bemühungen zum Schutz der Bevölkerung zu verdoppeln.

von Editora Bogotá de Colombiainforma und amerika21 / Dezember 2023

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Kämpfer für indigene Rechte

Mit dem ermordeten Fredy Campo verliert Kolumbien einen prominenten Friedensstifter

Fredy Campo. Foto: Pueblos en Camino

Fredy Campo war so etwas wie die verkörperte Hoffnung. Er war stark. Er stand für Stabilität, während um ihn alles zusammenbrach. Obwohl die Gefahr ständig direkt um die Ecke lauerte, hatte er nie Angst. Er zeigte sie jedenfalls nicht.

Von Fabian Grieger / Juli 2023

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„Wir sind sichtbarer“

Interview mit Dora Muñoz vom ACIN, dem Verband der indigenen Räte der Nasa des Nord-Cauca

Dora Muñoz . Foto: Lateinamerika Nachrichten

Dora Muñoz arbeitet seit rund zwanzig Jahren in der Öffentlichkeitsarbeit beim Verband der indigenen Räte des Nord-Cauca ACIN. Im Interview spricht sie über die Ermordung ihres Ehemanns und über die Strukturen und Prozesse in der Region von Corinto im Cauca. Sie versucht, sichtbar zu machen, was dort passiert.

von Knut Henkel / Juli 2022

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Hier tobt ein schmutziger Krieg

Interview mit Henry Chocué von der Vereinigung der indigenen Cabildos im kolumbianischen Cauca (ACIN)

Foto: Knut Henkel

Henry Chocué ist eine Autorität der indigenen Ethnie der Nasa. Er lebt nahe Toribío, einer der umkämpften Kleinstädte Kolumbiens, und repräsentiert den ACIN, die Vereinigung der indigenen Cabildos im Norden des Cauca – die Dachorganisation der dort lebenden Ethnie der Nasa. Er ist eine von 22 territorialen Autoritäten und repräsentiert den ACIN auch nach außen. Knut Henkel hat ihn im Mai getroffen und nachfolgendes Gespräch geführt.

von Knut Henkel / Juli 2022

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Aufbruch im Cauca

In der kolumbianischen Provinz Cauca setzen viele ihre Hoffnung in das linke Wahlbündnis Historischer Pakt

Schwierige Straßenverhältnisse. Buspassagiere bahnen sich nach einem Erdrutsch ihren Weg durch den Schlamm. Foto: Knut Henkel.

In Kolumbiens Provinz Cauca gelten viele Gemeinden wegen bewaffneter Konflikte als Hochrisikozonen. Um Frieden und Entwicklungsperspektiven zu schaffen, setzen viele indigene und afrokolumbianische Einwohner vor der Präsidentschaftswahl ihre Hoffnung in das linke Bündnis Pacto Histórico. Dessen Vizepräsidentschaftskandidatin Francia Márquez kommt aus dem Cauca.

von Knut Henkel / Mai 2022

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Ehemaliger Koordinator der Guardia Indígena des Cauca ermordet

José Albeiro Camayo Güetio, 2020. Foto: Eliseth Peña

Las Delicias, Cauca. Am 24. Januar ist Albeiro Camayo im indigenen Selbstverwaltungsgebiet Las Delicias ermordet worden. Kräfte der bewaffneten Gruppierung Columna Móvil Jaime Martínez drangen in das Gebiet ein, bedrohten die Bevölkerung und erschossen den 42-jährigen hochgeschätzten Gemeindeaktivisten und Menschenrechtsverteidiger.

von Martin Mäusezahl / Februar 2022

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Die Guardia Indígena hat das Wort

Die Guardia wurde als unbewaffnete Selbstverteidigung geschaffen, um indigene Rechte zu schützen. Auch beim landesweiten Streik ist sie sehr aktiv

Frauen der Guardia Indígena bei einer Demonstration im Rahmen des landesweiten Streiks. Foto: CRIC

Die Guardia Indígena (Indigene Wache), eine der wichtigsten Organisationen Kolumbiens, ist an den Tagen der Mobilisierung während des sozialen Aufstandes zwischen April und Juli dieses Jahres sehr aktiv gewesen. Sie besteht aus rund 70.000 Mitgliedern. Ihr Koordinator, Lucho Acosta, sprach vom Cauca aus mit dem Nachrichtenportal Sputnik.

von Marco Teruggi, sputnik / September 2021

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Indigene Amtsträgerin im Cauca ermordet

Sandra Liliana Peña Chocue. Foto: CRIC

La Laguna, Cauca. Die eskalierende Gewalt gegen Aktivist:innen und marginalisierte Gemeinden in Kolumbien hat ein weiteres Opfer gefordert. Am Dienstag ist Sandra Liliana Peña Chocue, oberste Repräsentantin des indigenen Selbstverwaltungsgebietes von La Laguna im Landkreis Caldono, bei einem Attentat getötet worden.

von Eliseth Peña und Martin Mäusezahl / April 2021

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