„Mich schützt die Guardia Indígena“

Kurzinfo

Menschen aus den Indigenen Gemeinden und die Guardia Indígena kamen 2021 zur Unterstützung der Proteste nach Cali. Foto: Enrique Ramirez.

von Eliseth Libertad Peña Quistial / Dezember 2025

Auf die starken Proteste mehrheitlich junger und armer Menschen ab Mai 2021 reagierte die kolumbianische Regierung mit militärischer Repression. Zusätzlich griffen Zivilist*innen aus den reichen Stadtvierteln, die sich selbst als „anständige Menschen“ bezeichneten, die Demonstrationen mit Schusswaffen an. Die im →CRIC organisierten Gemeinden entschieden daher, die Protestierenden zu begleiten. Sie mobilisierten zu einer →Minga, in der 7.000 Indigene nach Cali zogen, dem Epizentrum der Proteste, unter ihnen mehrere hundert Mitglieder der →Guardia Indígena, dem unbewaffneten Selbstschutz der Gemeinden.

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Indigene Wache in Kolumbien: „Wir wussten, dass die Angriffe kommen würden“

Cric-Vertreter zu Gewalt im Südwesten Kolumbiens, kollektivem Selbstschutz und Schwächungsmanövern gegen die Regierung

Oveimar Tenorio: „Die Guardia Indígena schützt unsere Territorien, erhebt unsere Stimme und verteidigt das Leben“. Foto: Oveimar Tenorio/CRIC

Ein Gespräch mit dem politischen Leiter der Guardia Indígena (Indigene Wache) des Regionalen Indigenen Rats vom Cauca (Cric), Oveimar Tenorio.

von Sara Meyer / Juli 2025

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Wo Gemeinschaft schützt

Ordnung ohne Waffen: Indigene in Kolumbien und ihr Leben im Ausnahmezustand

Trueque – Tauschmarkt in der überdachten Markthalle von Rioblanco, einem kleinen Bergdorf am Fuße des Vulkans Sotará im Südwesten Kolumbiens. Foto: Sara Meyer.

von Sara Meyer / Juli 2025

In den frühen Morgenstunden liegt ein feiner Nebel über Rioblanco, einem kleinen Bergdorf am Fuße des Vulkans Sotará im Südwesten Kolumbiens. Hier, in den Anden auf 2900 Metern, weht es scharf und kalt; die indigenen Dorfbewohner tragen selbst gewebte graue Ponchos aus Schafwolle und gestrickte Mützen mit Ohrenklappen, die Männer oft gefilzte schwarze Zylinder.

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»Hier kämpfen Indígenas gegen Indígenas«

Die kolumbianische Regierung von Gustavo Petro tut sich schwer damit, das Land zu befrieden

Foto: CRIC

Juan Rivera Caso stehen die Sorgen ins Gesicht geschrieben. Er leitet die Selbsthilfeorganisation Guardia Indígena von Pueblo Nuevo und muss zusehen, wie sich die Situation in der Provinz Cauca zuspitzt. Im Februar war er für die Sicherheit rund um den 53. Gründungstag des indigenen Rates im Cauca (Cric) verantwortlich. Viel Verantwortung lastete auf ihn, denn er hatte den Einsatz von knapp sechshundert Mitgliedern der Guardia Indígena zu koordinieren, um die Großveranstaltung mit rund 11 000 Teilnehmenden zu schützen. Dem Rat gehören alle elf indigenen Ethnien des Verwaltungsbezirks an, der sich südlich der Metropole Cali befindet. Die Provinz Cauca ist eine Zone Roja, eine Hochrisikozone, wo immer wieder Umwelt- und Menschenrechtsaktivist*innen ermordet werden – darunter viele Indigene.

von Knut Henkel / Mai 2025

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Zwischen allen Fronten

Liebevoll bemalt und dekoriert. Auf dem Dach der Chivas, unverwüstlicher alter US-Schulbusse, wird oft Schweres transportiert – hier der Nachwuchs. Foto: Knut Henkel.

Cauca heißt der Verwaltungsbezirk Kolumbiens, in dem die indigenen Bewegung des Landes entstand. Die Guardia Indígena, eine Mischung aus Bildungs- und Selbstschutzorganisation, geht darauf zurück. Ihre Mitglieder werden immer öfter von Bewaffneten aus den Reihen von Organisationen angegriffen, denen funktionierende indigene Strukturen ein Dorn im Auge sind.

von Knut Henkel / April 2024

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Schwerer Angriff auf das Indigene Selbstverwaltungsgebiet Toribío

Foto: ACIN.

Am 16. März 2024 wurde bei einem Angriff im Indigenen Selbstverwaltungsgebiet Toribío die 52-jährige Carmelina Yule Paví von Mitgliedern der bewaffneten Gruppe Columna Dagoberto Ramos erschossen. Rodrigo UI Musicué und Edgar Tumiñá wurden durch Schüsse verletzt.

von Kaffeekollektiv Aroma Zapatista / März 2024

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Aufbruch im Cauca

In der kolumbianischen Provinz Cauca setzen viele ihre Hoffnung in das linke Wahlbündnis Historischer Pakt

Schwierige Straßenverhältnisse. Buspassagiere bahnen sich nach einem Erdrutsch ihren Weg durch den Schlamm. Foto: Knut Henkel.

In Kolumbiens Provinz Cauca gelten viele Gemeinden wegen bewaffneter Konflikte als Hochrisikozonen. Um Frieden und Entwicklungsperspektiven zu schaffen, setzen viele indigene und afrokolumbianische Einwohner vor der Präsidentschaftswahl ihre Hoffnung in das linke Bündnis Pacto Histórico. Dessen Vizepräsidentschaftskandidatin Francia Márquez kommt aus dem Cauca.

von Knut Henkel / Mai 2022

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Ehemaliger Koordinator der Guardia Indígena des Cauca ermordet

José Albeiro Camayo Güetio, 2020. Foto: Eliseth Peña

Las Delicias, Cauca. Am 24. Januar ist Albeiro Camayo im indigenen Selbstverwaltungsgebiet Las Delicias ermordet worden. Kräfte der bewaffneten Gruppierung Columna Móvil Jaime Martínez drangen in das Gebiet ein, bedrohten die Bevölkerung und erschossen den 42-jährigen hochgeschätzten Gemeindeaktivisten und Menschenrechtsverteidiger.

von Martin Mäusezahl / Februar 2022

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