Minga Indígena gegen Gewalt in indigenen Territorien im Cauca

Protest gegen illegale Vergabe indigenen Landes an Dritte und Gleichgültigkeit der Regierung angesichts einer Welle der Gewalt gegen die Gemeinschaften.

Minga-Teilnehmer während des Gesprächs mit Innenminister Cristo. Foto: CRIC

Bogotá. Etwa 4.000 Vertreter:innen indigener Gemeinschaften warten derzeit im Parque Renacimiento in Bogotá auf ein Gespräch mit Präsident Gustavo Petro und halten dort eine Minga „zur Verteidigung des Territoriums, des Friedens und des Lebens“ ab. Am 20. August sind sie mit Bussen aus dem Südwesten des Landes angereist. Ihre Hauptforderung: Lösungen für die zunehmende Gewalt in ihren Territorien.

von Anna Abraham / August 2024

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Die Guardia Indígena hat das Wort

Die Guardia wurde als unbewaffnete Selbstverteidigung geschaffen, um indigene Rechte zu schützen. Auch beim landesweiten Streik ist sie sehr aktiv

Frauen der Guardia Indígena bei einer Demonstration im Rahmen des landesweiten Streiks. Foto: CRIC

Die Guardia Indígena (Indigene Wache), eine der wichtigsten Organisationen Kolumbiens, ist an den Tagen der Mobilisierung während des sozialen Aufstandes zwischen April und Juli dieses Jahres sehr aktiv gewesen. Sie besteht aus rund 70.000 Mitgliedern. Ihr Koordinator, Lucho Acosta, sprach vom Cauca aus mit dem Nachrichtenportal Sputnik.

von Marco Teruggi, sputnik / September 2021

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Bewaffnete in Zivilkleidung schießen in Cali auf Indigene, zwölf Verletzte

Angreifer uniformiert in weißen T-Shirts. Polizei unterstützt sie offenbar. Präsident Duque ordnet weitere Militarisierung in Cali an

„Wir sind die Beschützer der sozialen Proteste“, sagt der Cric-Sprecher Giovanny Yule. Foto: CRIC

Cali. Am Sonntag haben zivile Personen in Cali auf eine Gruppe des indigenen Regionalrats des Cauca (Cric) geschossen und dabei zwölf von ihnen verletzt. Einer der Videoclips, die die Ereignisse dokumentieren, zeigt einen Polizisten inmitten der Angreifer, während diese schießen.

von Hans Weber / Mai 2021

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Ein leerer Stuhl für Präsident Duque war stets dabei

Interview mit Eduin Mauricio Capaz Lectamo von der ACIN

Foto: ACIN

Eduin Mauricio Capaz Lectamo koordiniert den Menschenrechtsbereich von ACIN, der „Vereinigung Indigener Räte“ im Norden der Provinz Cauca. Seine Aufgabe sieht er als Mandat der indigenen Gemeinden: Mit seiner Arbeit trägt er dazu bei, das Leben und die Menschenrechte zu schützen, und zwar für 22 indigene Territorien, die Teil der ACIN sind.

Interview von Gerold Schmidt / Februar 2021

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Minga gewinnt Kräftemessen – Präsident Duque gibt nach

Foto: Colombia Informa.

Die aktuelle Minga (Proteste indigener, kleinbäuerlicher und sozialer Bewegungen) im Südwesten Kolumbiens hat eine Vereinbarung mit der kolumbianischen Regierung erreicht. Sie konnte diese dazu verpflichten, etwa eine Billion kolumbianische Pesos (umgerechnet ca. 300 Millionen Euro) bereitzustellen, um die Lebensbedingungen in der Region zu verbessern. Aufgrund der unterzeichneten Vereinbarung, die auch den Besuch von Präsident Duque im Departamento Cauca am 9. April vorsah, wurde die von der Minga blockierte Schnellstraße Panamericana am 5. April wieder freigegeben. Repräsentant*innen der Minga zogen gegenüber Colombia Informa ein positives Fazit.

von Colombia Informa/poonal / April 2019

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