„Wir indigenen Frauen mussten Widerstand innerhalb des Widerstands leisten“

Die Koordinatorin des Programa Mujer, Nelly Valencia Yule, spricht beim Treffen zum Thema „Indgene Justiz und Gewalt gegen Frauen” – Foto: Kaffeekollektiv Aroma Zapatista

Der Fokus unserer letzten Reise in die Selbstverwaltungsgebiete der indigenen Bewegung im Cauca, Kolumbien, war die Situation und die Organisierung der Frauen in der Region. Dazu haben wir Gesprächen mit Frauen geführt und an einem Treffen des Programa Mujer (Frauen-Programms) teilgenommen. Hierdurch erfuhren wir viel über Erfolge und Schwierigkeiten ihres beeindruckenden Kampfes innerhalb einer ebenfalls beeindruckenden indigenen Bewegung.

Kaffeekollektiv Aroma Zapatista / November 2019

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Militäreinsatz nach Attentaten in Cauca

Die Gemeinde Tacueyó und Nasa-Indigene wollen keine weitere Militarisierung ihres Territoriums. Foto: ACIN.

Cauca. Bei zwei Angriffen auf mehrere Indigene und weitere Zivilisten im Departamento Cauca im Südwesten Kolumbiens sind zehn Menschen getötet worden. Das erste Attentat ereignete sich in Tacueyó am vergangenen Dienstag, als Nasa-Indigene ein Schutzgebiet kontrollierten. Die Getöteten sind Cristina Bautista, eine Anführerin der Nasa, sowie José Gerardo Soto, James Wilfredo Soto, Eliodoro Uniscue und Asdruval Cayapu. Fünf weitere Indigene wurden verletzt.

von Friederike Schwarz / November 2019

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„Wir werden systematisch bedroht“

Juan Carlos Guampe. Foto: Knut Henkel

Cauca ist Kolumbiens gefährlichster Verwaltungsbezirk. Soziale und politische Aktivistinnen und Aktivisten leben dort überaus gefährlich, berichtet Juan Carlos Guampe. Er gehört dem Volk der Kokonuko an und arbeitet für die indigene Genossenschaft CENCOIC, die zum Dachverband CRIC gehört. Auch er wird bedroht.

von Knut Henkel / Oktober 2019

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Minga gewinnt Kräftemessen – Präsident Duque gibt nach

Foto: Colombia Informa.

Die aktuelle Minga (Proteste indigener, kleinbäuerlicher und sozialer Bewegungen) im Südwesten Kolumbiens hat eine Vereinbarung mit der kolumbianischen Regierung erreicht. Sie konnte diese dazu verpflichten, etwa eine Billion kolumbianische Pesos (umgerechnet ca. 300 Millionen Euro) bereitzustellen, um die Lebensbedingungen in der Region zu verbessern. Aufgrund der unterzeichneten Vereinbarung, die auch den Besuch von Präsident Duque im Departamento Cauca am 9. April vorsah, wurde die von der Minga blockierte Schnellstraße Panamericana am 5. April wieder freigegeben. Repräsentant*innen der Minga zogen gegenüber Colombia Informa ein positives Fazit.

von Colombia Informa/poonal / April 2019

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Indigene in Kolumbien im Generalstreik

Streikende fordern Verhandlungen mit Präsident Duque vor Ort. Straßenblockaden und schwere Zusammenstöße mit Spezialeinheit der Polizei

Mit Blockaden zentraler Straßen soll der Druck auf Präsident Duque erhöht werden, direkte Verhandlungen mit den Streikenden zu führen. Foto: ACIN.

Cauca. Seit Anfang dieser Woche befinden sich bereits rund 12.000 Indigene in vier Departements des zentralen Südwestens Kolumbiens in einer Minga (Generalstreik). Angeschlossen haben sich auch afrokolumbianische- und Kleinbauernverbände sowie mehrere Gewerkschaften. Eine der wichtigsten Bundesstraßen, die Panamericana, ist derzeit an mehreren Stellen blockiert.

von Sascha Jablonski / März 2019

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Fluch des Reichtums

Zuckerrohr-Fabrik im Cauca – Foto: Jochen Schüller

von Jochen Schüller / Januar 2019

Das Land im Cauca ist nicht nur fruchtbar, sondern auch reich an Bodenschätzen. Daher drehen sich die meisten Konflikte in der Region um Land und Rohstoffe. Großgrundbesitz und Agro-Industrie haben sich die fruchtbaren Ebenen des Cauca-Tals angeeignet. Nationale und internationale Rohstoffkonzerne wollen Mineralien und Gold ausbeuten, aber auch Wasser und Wälder sind im Visier der Konzerne zur kommerziellen Trinkwasser- oder Energiegewinnung oder für die Papierproduktion. Auf der anderen Seite steht die lokale Bevölkerung: kleinbäuerliche, indigene und afrokolumbianische Gemeinschaften.

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Die Kleinproduzent*innen direkt unterstützen

Foto: Jochen Schüller

Magalí Hoyos arbeitet im Kaffee-Handel der „Zentralen Genossenschaft der Indigenen im Cauca“ (CENCOIC). Die CENCOIC will die Entwicklung der Wirtschaft der indigenen Gemeinschaften unterstützen und stärken, dabei spielen Kaffee-Anbau und -Verkauf eine zentrale Rolle.

Die CENCIOC ist Teil der Strukturen des CRIC, daher sind hier auch Mitarbeiter*innen aus allen indigenen Gruppen des Cauca beschäftigt. Die Finanz-Fachfrau bei der CENCOIC ist von der Gemeinschaft der Misak, eine andere Mitarbeiterin ist Nasa. Magalí ist Yanacona.

Ein Interview von Jochen Schüller / Januar 2019

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