„Wir sind in gewisser Weise ein Vorbild“

Feliciano Valencia (2. Person von links) – Foto: Jorge Mata

von Jochen Schüller / Januar 2019

Feliciano Valencia gehört zu den prominentesten Vertreter*innen der indigenen Bewegung des Cauca. Er war unter anderem Beauftragter für Menschenrechte der ACIN und einer der Sprecher*innen der MINGA ab dem Jahr 2008, internationaler Sprecher für den Congreso de los Pueblos und Ratsmitglied im CRIC. Daher wurde er auch Opfer staatlicher Repression und saß mehrere Monate im Gefängnis. Seit dem Frühjahr 2018 ist er Senator im kolumbianischen Parlament für die noch junge Liste MAIS – Movimiento Alternativo Indígena y Social. Jochen Schüller sprach mit ihm über die indigene Bewegung im Cauca.

„„Wir sind in gewisser Weise ein Vorbild““ weiterlesen

Hoffnung säen, eine Bewegung ernten

Besetzung des Landwirtschaftsministeriums während der Minga 2015, Bogotá – Foto: Congreso de los Pueblos

von Yolima Bedoya /Januar 2019

Aus den Kämpfen der indigenen Bewegung im Norden des Cauca entstand 2008 unter dem indigenen Begriff Minga eine breite Protestbewegung gegen Krieg, Repression, Neo-Liberalismus und Freihandelsabkommen. Diese Minga war auch Ausgangspunkt einer dauerhafteren Organisierung und der Gründung des Congreso de los Pueblos – ein Dachverband verschiedenster Basisgruppen und Organisationen, die sich als Gegenpol und Gegenmacht zum gewählten Parlament, dem Congreso de la Republica de Colombia, begreift.

„Hoffnung säen, eine Bewegung ernten“ weiterlesen

Kein Ende des Konflikts: Nasa-Indigene wehren sich gegen erneute Angriffe

Im selbstverwaltungsgebiet Kite Kiwe wird mit einer Minga an Gerson Acosta erinnert. Foto: Minga de pensamiento prácticas decoloniales

Am 19. April ist der indigene Gemeindeführer Gerson Acosta nach einer Versammlung in seiner Gemeinde Kite Kiwe auf offener Straße erschossen worden. Kite Kiwe liegt nahe Popayán im Department Cauca im Südwesten Kolumbiens. Der 35-jährige Acosta war bekannt als Menschenrechtsverteidiger; zudem war er Repräsentant der Opfer aus der Gemeinde Naya, die 2001 nach einem Massaker durch Paramilitärs vertrieben worden waren. Acosta hatte immer wieder Ermittlungen über die Hintermänner des Massakers gefordert. Bereits am 23. März war ein weiteres Gemeindemitglied, Javier Oteca, ermordet worden. Die kolumbianische Ombudsstelle für Menschenrechte hat seit dem 1. Januar 2017 bereits 25 ermordete Führungspersönlichkeiten gezählt.

Darius Ossami / April 2017

„Kein Ende des Konflikts: Nasa-Indigene wehren sich gegen erneute Angriffe“ weiterlesen

Proteste nach Festnahme von Indigenenführer

Feliciano Valencia. Foto: Verdad Abierta

Popayán, Kolumbien. Am Morgen des 15. September ist der indigene Aktivist Feliciano Valencia im Departamento Cauca festgenommen worden. Valencia ist Vorsitzender des Verbandes der indigenen Räte von Cauca (CRIC) und Mitglied der Verwaltung der indigenen Autonomiegebiete. Der Indigenenführer wurde in Popayán zu 16 Jahren Haft wegen Entführung und Misshandlung des Soldaten Jairo Danilo Chaparral Santiago im Jahr 2008 verurteilt.

von Ani Dießelmann / September 2015

„Proteste nach Festnahme von Indigenenführer“ weiterlesen