Zwischen allen Fronten

Liebevoll bemalt und dekoriert. Auf dem Dach der Chivas, unverwüstlicher alter US-Schulbusse, wird oft Schweres transportiert – hier der Nachwuchs. Foto: Knut Henkel.

Cauca heißt der Verwaltungsbezirk Kolumbiens, in dem die indigenen Bewegung des Landes entstand. Die Guardia Indígena, eine Mischung aus Bildungs- und Selbstschutzorganisation, geht darauf zurück. Ihre Mitglieder werden immer öfter von Bewaffneten aus den Reihen von Organisationen angegriffen, denen funktionierende indigene Strukturen ein Dorn im Auge sind.

von Knut Henkel / April 2024

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Schwerer Angriff auf das Indigene Selbstverwaltungsgebiet Toribío

Foto: ACIN.

Am 16. März 2024 wurde bei einem Angriff im Indigenen Selbstverwaltungsgebiet Toribío die 52-jährige Carmelina Yule Paví von Mitgliedern der bewaffneten Gruppe Columna Dagoberto Ramos erschossen. Rodrigo UI Musicué und Edgar Tumiñá wurden durch Schüsse verletzt.

von Kaffeekollektiv Aroma Zapatista / März 2024

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„Strukturelle Veränderungen von der Basis vorangetrieben”

Die indigene Aktivistin und Journalistin Dora Muñoz über die anhaltende Gewalt im Cauca

Dora Muñoz . Foto: Lateinamerika Nachrichten

Während die kolumbianische Regierung im Rahmen des Programms zum „Totalen Frieden“ Verhandlungen mit illegalen bewaffneten Gruppen führt, hält die Gewalt durch Paramilitärs, Armee und Guerrillas landesweit an. Das Jahr 2023 im Departamento Cauca endete mit der Ermordung von fünf Angehörigen des Resguardos Canoas kurz vor Weihnachten. Insgesamt zählte die Nichtregierungsorganisation Indepaz damit im Jahr 2023 landesweit 94 Massaker. Am 1. Januar 2024 wurde im Cauca ein demobilisierter FARC-Kämpfer und Unterzeichner des Friedensvertrags von 2016 ermordet. Mit der Entführung eines Staatsbeamten im Chocó und einem Anschlag auf einen Bürgermeister in Nariño setzt sich die Sicherheitskrise im neuen Jahr fort. Auch Dora Muñoz´ Mann wurde vor zwei Jahren ermordet. Sie berichtet vom Kampf gegen Straflosigkeit und über das Verhältnis der indigenen Bewegung zur Regierung.

Interview: Fabian Grieger / Februar 2024

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Nach Eskalation der Gewalt in Kolumbien: Indigene organisieren Gegenwehr

CRIC-Pressekonferenz am 22. Dezember 2023. Foto: Colombiainforma

Popayán. Im kolumbianischen Departamento Cauca sind zwischen dem 16. und 23. Dezember 17 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen indigene und bäuerliche Anführer. Soziale Organisationen haben angesichts dessen eigene Maßnahmen der Gegenwehr angekündigt. Gegenüber der nationalen Regierung brachten sie ihre Besorgnis zum Ausdruck und forderten sie auf, ihre Bemühungen zum Schutz der Bevölkerung zu verdoppeln.

von Editora Bogotá de Colombiainforma und amerika21 / Dezember 2023

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Indigener Aufbruch in Kolumbien

Menschen warten vor dem Supermarkt der indigenen Kooperative CENCOIC in Piendamo, Cauca. Foto: Knut Henkel.

Rechtsanwälte der Organisation Akubadaura kämpfen für die Rechte der indigenen Völker in Kolumbien und schaffen so Aufmerksamkeit für deren Anliegen, während die indigene Kooperative CENCOIC die wirtschaftliche Selbstbestimmung der indigenen Gemeinden stärkt.

von Knut Henkel / August 2023

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Kämpfer für indigene Rechte

Mit dem ermordeten Fredy Campo verliert Kolumbien einen prominenten Friedensstifter

Fredy Campo. Foto: Pueblos en Camino

Fredy Campo war so etwas wie die verkörperte Hoffnung. Er war stark. Er stand für Stabilität, während um ihn alles zusammenbrach. Obwohl die Gefahr ständig direkt um die Ecke lauerte, hatte er nie Angst. Er zeigte sie jedenfalls nicht.

Von Fabian Grieger / Juli 2023

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„Wir sind sichtbarer“

Interview mit Dora Muñoz vom ACIN, dem Verband der indigenen Räte der Nasa des Nord-Cauca

Dora Muñoz . Foto: Lateinamerika Nachrichten

Dora Muñoz arbeitet seit rund zwanzig Jahren in der Öffentlichkeitsarbeit beim Verband der indigenen Räte des Nord-Cauca ACIN. Im Interview spricht sie über die Ermordung ihres Ehemanns und über die Strukturen und Prozesse in der Region von Corinto im Cauca. Sie versucht, sichtbar zu machen, was dort passiert.

von Knut Henkel / Juli 2022

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