Einhaltung von Vereinbarungen durch die Regierung Santos gefordert. Schusswaffeneinsatz gegen Protestierende. Indigene Schutztruppe nimmt 17 Polizisten fest
Die Indigene forderten die Regierung von Kolumbien auf, getroffene Vereinbarungen umzusetzen. Foto: Contagio Radio
Im selbstverwaltungsgebiet Kite Kiwe wird mit einer Minga an Gerson Acosta erinnert. Foto: Minga de pensamiento prácticas decoloniales
Am 19. April ist der indigene Gemeindeführer Gerson Acosta nach einer Versammlung in seiner Gemeinde Kite Kiwe auf offener Straße erschossen worden. Kite Kiwe liegt nahe Popayán im Department Cauca im Südwesten Kolumbiens. Der 35-jährige Acosta war bekannt als Menschenrechtsverteidiger; zudem war er Repräsentant der Opfer aus der Gemeinde Naya, die 2001 nach einem Massaker durch Paramilitärs vertrieben worden waren. Acosta hatte immer wieder Ermittlungen über die Hintermänner des Massakers gefordert. Bereits am 23. März war ein weiteres Gemeindemitglied, Javier Oteca, ermordet worden. Die kolumbianische Ombudsstelle für Menschenrechte hat seit dem 1. Januar 2017 bereits 25 ermordete Führungspersönlichkeiten gezählt.
Lediglich mit einem Stock bewaffnet, der mit bunten Bändern verziert ist, verteidigt die Guardia Indígena ihr Territorium, ihre Autonomie und ihren Lebensunterhalt.