Die kolumbianische Realität und der Cauca als ihr Spiegelbild

Das Kolumbien der letzten Jahre ist geprägt von Extremen. Dem Friedensvertrag von 2016 folgte die Ernüchterung. Die Gewalt endete nicht, stattdessen konfigurierte sich der Konflikt neu. Die riesige soziale Ungleichheit, die durch die Covid-Pandemie noch verstärkt wurde, und fehlende politische Teilhabe großer Bevölkerungsgruppen führten zu breiten Protesten. Sie trugen die erste linke Regierung in der Geschichte des Landes ins Amt. Deren Programm versprach grundlegende Reformen und weckte große Hoffnungen. Zum Ende ihrer Regierungszeit steht allerdings eine gemischte Bilanz und eine weitere Zunahme der Gewalt. Und im →Departement Cauca zeigen sich im Kleinen all diese Extreme wie unter einem Brennglas.
von Ani Dießelmann
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